Ist die Kastration von Bartagamen sinnvoll?
Viele Menschen denken, dass die Kastration so einfach ist wie bei Hunden und Katzen – großer Irrtum. Eine Kastration wird oft in Erwägung gezogen, wenn Bartgamane nach der Verpaarung in Legenot geraten. Das kann gar nicht erst passieren, wenn die Halter über ausreichend Erfahrung in der Bartagamenhaltung vorweisen können. Eine Kastration ist für die Bartagamen mit sehr viel Stress verbunden und kann unter Umständen sogar tödlich enden. Deshalb sollte man eine Kastration nur in medizinischen Notfällen durchführen lassen.
Welche Risiken sind mit einer Kastration verbunden?
Beim Weibchen liegen die Eierstöcke so nahe an den Verdauungsorganen, dass diese verletzt werden könnten. Das würde zwangsläufig zum Tod des Tieres führen. Es ist etwas ganz anderes, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht, die Tiere zu kastrieren. Eine Operation sollte nur von einem ortskundigen Reptilienfacharzt durchgeführt werden. Es ist nicht hundertprozentig sicher, ob die Operation glänzend verläuft, es kann auch passieren, dass die Tiere nicht mehr aufwachen oder eine Behinderung bekommen. Ein Forenuser beschrieb, dass das Tier nicht mehr in der Lage war, selbständig zu fressen. Das Tier musste zwangsernährt werden und die gesamte Kondition der Beine stimmte nicht mehr. Deshalb sollte jeder für sich entscheiden, ob er eine Kastration von Bartagamen für dringend notwendig hält. Die Risiken der Wundheilung sind übrigens sehr hoch und auch die Kosten einer solchen Operation.
Einzelhaltung besser?
Um Verpaarung und eine Legenot zu vermeiden, kann man sich besser nur einen Bartagamen halten, da die Tiere in der Natur ja auch Einzelgänger sind. Dann ist auch das Thema Kastration vom Tisch.